in the middle of chaos

Donnerstag, 29. Juli 2010

poor dog..†

Heute war ein Arbeitstag wie jeder andere.
Es ist Feierabend ich gehe mit einem Kollegen an der Bahn entlang, bis uns 2 Hunde überholen und eifrig rumrennen, auch zu den Gleisen hin. Die Schranken waren bereits unten aber kein Zug in Sicht. Ich habe die Hunde gerufen, sie kamen freudig angerannt. Aber was hätte ich mit 2 Streunern tun sollen, dazu hatten sie ja ein Halsband an. Mein Kollege und ich unterhalten uns über herumlaufende Hunde, wie gefährlich das ist. Die Hunde rennen unter den Schranken durch, über die Gleisen auf die andere Seite zu Häusern. Ich habe gebetet, dass kein Zug kommen würde. So war es dann auch. Es kam keiner. Wir standen bei den Schranken, 5 Minuten später, kein Zug, die Hunde noch bei den Häuser, mein Kollege bückt sich und rennt über die Gleise da ihm das warten zu nervig ist. Ich bleibe stehen und beobachte die Hunde weiter. Der schwarze Hund kommt wieder rüber gelaufen, sofort gucke ich ob kein Zug kommt...nichts. Er kommt rüber. Hinter mir eine Firma, der Besitzer der beiden Hunde ist dort der Chef. Mitarbeiter von ihm, halten den Hund fest und rufen diesen. Der graue Hund war noch bei den Häusern. Ich stehe dicht an der Schranke und hoffe, dass dieser verdammte Zug bald kommen würde.

2 Minuten Später. Besitzer kommt aus der Firma und ruft reflexartig den grauen Hund.
"Lindaaa~" Der Hund guckt, wedelt mit dem Schwanz. Freut sich auf sein Herrschen, will nur noch zu diesem, kennt keine Gefahr, weiß nicht, dass der Tod binnen von 3 Sekunden ihn später ereilen würde.
Der Hund rennt auf die Gleise zu. Ich gucke nach rechts und sehe den Zug direkt an. Ich gucke wieder geradeaus zu dem Hund, brülle ihn an. "Neeee!!". Der Hund betritt die Gleise, die erste Schiene, bremst ab, als der Zug ihn streifte. Winselte kurz.
Ich sah zwischen den einzelnen Rädern des Zugs hindurch. Konnte erkennen, wie der Hund zappelte, versuchte einfach von diesem schnellen Fahrzeug wegzukommen...
Er fällt hin. Der Zug fährt weiter. Der Besitzer rennt zu den Schranken. Wir gucken beide auf den Hund, der dort liegt, hastig atmend. Den Kopf konnte man nicht erkennen, ich begann zu zittern als wäre es ein Wintertag. Mein Herz raste. Der Hund lag einfach so da, kämpfte mit dem Sauerstoff. Die Schranken blieben unten, ein weiterer Zug kam, auf anderen Schienen. Erst nach weiteren 2 Minuten konnten wir zu dem Hund. Das Genick war vermutlich gebrochen, denn der Kopf war verdreht, Blut und Schaum kamen aus Mund und Nase des Hundes. Doch er atmete. Seine braunen, traurigen Augen die hilfesuchend schon ins Leere starrten...Es tat mir so leid...
Der Besitzer hat den Kopf richtig hingelegt, den Hund aufgehoben und ist gegangen. Das einzige was blieb war Blut auf den Gleisen.
Ich zittere jetzt noch leicht...sehe diesen kleinen Hund ständig hinter den Rädern rumzappeln, fliehen. Er wollte doch weg.
Überlebt hat er sicherlich nicht...

Dabei war er wenige Momente zuvor, so eifrig, verspielt und neugierig. Und die Treue zu seinem Herrschen hat ihn jegliche Gefahr ausblenden lassen. Als er sie erkannte, war es bereits zu spät..

Es klingt für manche vielleicht schnulzig oder gar dämlich sowas in einen Blog zu verfassen. Aber mich hat dieser Anblick wirklich geschockt und mitgenommen. Ich hasse es wenn Tiere leiden und bei so etwas dabei zu sein ist schrecklich.
Man hätte diesen Hund so leicht vor dem Schicksal retten können. Ich hätte auf die Marke sehen sollen, ich kenne den Besitzer, wusste das dies seine Firma war. Ich hätte die Hund gleich zu ihm bringen können. Aber ich hätte auch nicht gedacht, dass so etwas passieren würde. Einfach nur traurig.

Danach bin ich nach hause, habe meinen Hund gedrückt, geweint.
So einen Tod hat auch kein Tier verdient.



That's all

1 Kommentar:

  1. Bitte entferne das Bild von dem Mops in diesem Post! Ich habe dir nie meine Einwilligung zur Nutzung dieses Bildes gegeben.

    AntwortenLöschen